IKEA PAX planen: die Kurzversion

von | 1. August 2026 | IKEA, Räume gestalten | 0 Kommentare

IKEA PAX ist dir bekannt, oder du hast meinen ausführlichen Artikel bereits gelesen? Hier kommt die Zusammenfassung. Der PAX ist für dich Neuland und du brauchst erst die ganze Geschichte? Dann lies zuerst meinen ausführlichen Artikel: IKEA PAX planen: Funktion und Design entkoppelt – so funktioniert das Kleiderschrank-System

In diesem Artikel erfährst du die wichtigsten Punkte, die du beim Planen deines IKEA PAX auf dem Schirm haben solltest. Du planst in 3 Schritten, nämlich Korpus, Innenausstattung und Front. Warum genau diese Reihenfolge? Weil du dich sonst in zig Türstyles verlierst… Daher zuerst der strategische Teil. Es geht los.

Schritt 1: PAX Korpus planen

Checkliste: den PAX Korpus Schritt für Schritt planen

  1. Ausmessen: wie viel Platz hast du eigentlich?
  2. Entscheiden: Scharnier- oder Schiebetüren?
  3. Austesten, welche Schrankbreite für die eigene Kleidung optimal ist (meine Shirts lassen sich bspw. in einem 75 cm breiten Korpus am besten aufbewahren)
  4. Korpus-Module auswählen:
    • 3 Breiten: 50, 75 und 100 cm, bei Scharniertüren frei kombinierbar, bei Schiebetüren relativ frei kombinierbar
    • 2 Tiefen: 58 cm klassisch oder 35 cm für andere Einsatzzwecke bzw. falls wenig Platz zur Verfügung steht
    • dazu kommen 2 cm für eine Scharniertür oder 8 cm für Schiebetüren
    • 2 Höhen: 201 cm und 236 cm
  5. ggf. mit Eckschrank, Mittel- oder Endteil vervollständigen

Früh entscheiden: Schiebetür oder Scharniertür?

Es macht absolut Sinn, diese Entscheidung früh zu treffen, denn:

  • eine Schiebetür benötigt 6 cm mehr Tiefe als eine Scharniertür, da die Schienen außen am Korpus angebracht werden
  • bei Eckschränken sind keine Schiebetüren möglich
  • bei Schiebetüren kannst du max. die Hälfte der Schränke gleichzeitig öffnen (falls das für dich beim Wäsche einräumen relevant ist)
  • für Schiebetüren benötigst du ein Vielfaches von 150 oder 200 cm (bei Scharniertüren kannst du schon mit 50 cm breiten Schränken starten)
  • bei Schiebetüren kommt mehr Licht an den Schrank (Scharniertüren werfen nämlich Schatten)

Eckschränke haben Einfluss auf die Gesamtbreite

  • Das Eckelement gibt es in zwei Größen – je nachdem, welche Korpusse du miteinander verbinden willst.
  • Beachte dazu die Maßskizze von IKEA, die du direkt beim jeweiligen Korpus findest. In der Ecke ergibt sich nämlich ein leichter Versatz, d. h. es bleibt ein kleiner Leerraum. Auf diesen Leerraum musst du deswegen achten, weil der Schrank auf der einen Seite länger wird!

Wenig Platz: der 35-cm-Korpus als Alternative

  • 58 cm Tiefe sind der Standard beim PAX-Korpus und spätestens dann erforderlich, wenn du eine “gewöhnliche” Kleiderstange einbauen möchtest
  • Alternativ gibt es einen Korpus mit 35 cm Tiefe. Der ist interessant, wenn wenig Platz vorhanden ist oder der Schrank im Flur oder Büro stehen soll. Die dafür erhältlichen Kleiderstangen sind leider etwas weniger komfortabel.
  • Vergiss beim Messen die Türen nicht: mit Scharniertür wird jeder Korpus 2 cm tiefer, mit Schiebetür 8 cm.

Höhe: genug Platz nach oben einplanen

  • Den PAX gibt es in zwei Höhen, nämlich 201 und 236 cm hoch.
  • Bei Scharniertüren brauchst du 1 cm Freiraum bis zur Decke, bei Schiebetüren 4 cm.
  • Beachte bei Räumen unterm Dach den Schwungbereich der Tür und die Position der Dachschräge.
  • Für den 236 cm hohen und 58 cm tiefen Korpus brauchst du eine Deckenhöhe von mindestens 243 cm, um ihn liegend aufbauen zu können. Andernfalls musst du ihn stehend aufbauen, das geht auch. Kannst du dank Pythagoras leicht selbst nachrechnen: a² + b² = c².

Schritt 2: Innenausstattung

KOMPLEMENT: Stauraum planen, der funktioniert und nicht bloß gut aussieht

Eine vollständige Auflistung findest du auf der IKEA-Website unter dem Suchbegriff KOMPLEMENT. Hier ein grober Überblick über die wichtigsten Elemente und worauf zu achten ist:

IKEA PAX Innenausstattung mit KOMPLEMENT-Trenner, Schubladen, Netzdrahtkorb ganz unten und Hosenaufhängung
Der Trenner teilt den unteren Bereich – oben hängt eine durchgehende Kleiderstange, unten bleibt Platz für Schubladen oder Körbe auf halber Breite. Ganz unten: bei Scharniertüren geht nur ein Netzdrahtkorb. Und die Hosenaufhängung? Praktisch, wenn die Höhe nicht für Kleiderstange und Bügel reicht – aber sie fasst nicht viele Hosen.

Quelle: Inter IKEA Systems B. V.

Ausziehboden, Schubladen und Zubehör – was wo funktioniert

  • Tipp: den Ausziehboden als Regalfach nutzen. Übersichtlicher als Schubladen, da du von der Seite alles siehst – und günstiger noch dazu. Hintere Stapel sind besser erreichbar als bei Einlegeböden und man kann enger einbauen, da oberhalb der Kleiderstapel 2 cm ausreichen. Kann man mit Filzmatten, Fächern, Trennstegen, Einsätzen ergänzen für Schmuck, Brillen, Krawatten, Schuhe und mehr.
  • Eleganter wird es mit Glaseinlegeböden und Schubladen mit Glasfronten, Frontrahmen, Glasfrontrahmen.
  • Umgekehrt kannst du sparen, indem du entweder die Anzahl der Schubladen reduzierst oder durch Netzdrahtkörbe bzw. Einlegeböden mit Boxen (für Bastelmaterial) ersetzt.
  • Die Hosenaufhängung sieht schick aus, nutzt aber die Breite nicht optimal. Zum einen bist du daran gebunden, in diesem Bereich ausschließlich Hosen unterzubringen, zum anderen bekommst du deutlich weniger Hosen unter als auf Kleiderbügeln. Andererseits braucht eine Hosenaufhängung deutlich weniger Höhe als eine Kleiderstange mit Hosenbügeln. Überlege dir, wo gerade deine Prio liegt.
  • Mit dem Trenner lässt sich ein Korpus im unteren Bereich halbieren – dadurch passen Schubladen oder Körbe auf eine Schrankhälfte. So kannst du daneben entweder etwas anderes einbauen oder auf der Kleiderstange neben kürzeren Kleidungsstücken auch lange Kleider und Mäntel unterbringen, ohne unten auf Schubladen verzichten zu müssen.
  • Bei Scharniertüren lassen sich ganz unten keine Schubladen einbauen, weil sich Scharnier und Schubladenschiene ins Gehege kommen. Netzdrahtkörbe wiederum können ganz unten eingebaut werden.
  • Ganz oben lohnen sich Netzdrahtkörbe – du siehst schon von unten, was drin ist, und kannst sie einfach rausnehmen, wenn du etwas suchst.
  • Außerdem im Sortiment: Schuhlösungen, passgenaue Filzboxen (vielleicht interessant für diejenigen, die nach Marie Kondo falten), Hakenleisten zum Ausziehen (z. B. für Gürtel), Aufhänger für außen (für das, was eben mal lüften soll), …

Schritt 3: Das Design

Fronten: das letzte, was du entscheidest

  • Das Aussehen deines Schranks setzt sich aus Korpus, Tür und Griffen zusammen.
  • 4 Farben gibt´s beim Korpus: neben weiß, dunkelgrau und graubeige auch Eicheneffekt weißlasiert.
  • Über 40 (!) Scharniertüren und unzählige Schiebetüren in immer wieder neuen Designs stehen zur Auswahl.
  • Bei Schiebetüren entscheidest du zwischen Kompletttüren (Packmaß rund 2 m²) und Paneeltüren (mit kleinerem Packmaß), wobei sich hier unterschiedliche Rahmenfarben mit zahlreichen Paneelen kombinieren lassen.
  • Bei Scharniertüren wählst du zum Schluss den passenden Griff – aus über 80 Optionen! Beim Bohren ist die Bohrschablone von IKEA unverzichtbar. Schiebetüren wiederum haben eine integrierte Griffleiste.
  • Auch bei einer Online-Bestellung des Schranks die Tür vorher unbedingt einmal “in echt” ansehen. Fronten sind teuer und machen den ganzen Look aus – welch große Enttäuschung, wenn´s am Ende doch nicht gefällt.
  • Entscheide: Schrank unauffällig integrieren oder eher bewusst als Gestaltungselement setzen?
  • Hochglanzfronten weichen Grenzen auf, reflektieren Licht und lassen den Raum größer erscheinen. Für kleine oder lichtarme Räume sind sie besser geeignet als matte und/oder dunkle Fronten.
  • Gehe mit Spiegeltüren sparsam um, sie lassen den Raum schnell distanziert wirken.
  • Sollte wider Erwarten gar keine passende Front dabei sein, gibst du auf Google “Front für PAX” ein und wirst Unternehmen finden, die speziell für den PAX Türen und Deckseiten anbieten.

Jetzt du!

Das war der Sprint durch die Welt des PAX. Am einfachsten gelingt dir die Planung im PAX-Planer. Dort kannst du die Raummaße einigermaßen eingeben, Schränke anordnen, Inneneinrichtung anlegen, Türen und Griffe wählen. Und wenn sich am Bedarf irgendwann was ändert: IKEA-Teile lassen sich auch Jahre später noch ergänzen oder austauschen. Viel Erfolg beim Planen! Falls du doch mal steckenbleibst, dann schau mal hier oder schreib mir. ↓

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